26 02

11

Making of “Sarah’s Digital Angel”

Verwandte Artikel

Making of “Sarah’s Digital Angel”

Kostümprobe

Die Vorbereitung

Kostümproben sind die Dinge die mir am Filmemachen fast am meisten Spaß machen. Vielleicht ist es ein Fetisch von mir, ich weiß es nicht …. aber wer mit 30 Kindern im Wald dreht, der braucht richtige Kostüme. Der Salzburger Kostümverleih hat ein nahezu unerschöpfliches Reservoir an hochwertigen Bärten und Perücken.

Wichtig sind für einen ordentlichen Dreh im Wald natürlich DIE NEBELMASCHINE!!!… und RAUCHBOMBEN….FEDERN und LICHT!!! Wenn diese Dinge in der richtigen Dosierung zusammengemischt werden… Also VIEL VIEL NEBEL + FARBIGE RAUCHBOMBEN… ein paar FEDERN… und WENIG LICHT, dann ist es möglich wirklich faszinierende Bilder zu bekommen.

Aber fangen wir von vorne an und zwar bei der Hüpfburg … Eine Wahnsinns-Erfindung. Ein Tip am Rande – wer mit vielen Kindern einen Film realisieren will, der braucht eine Beschäftigung. Denn kinder stehen in Pausen meistens nicht rauchend herum… liegt nicht in deren Natur. Meistens toben sie und zerstören sich gegenseitig, was unweigerlich zu Problemen führen kann. Deshalb ist es wichtig, dass es eine gute Beschäftigung gibt: Hüpfburgen sind so eine Beschäftigung. Ohne diese Hüpfburg hätten wir es warscheinlich nicht geschafft den Dreh durchzustehen.

Der Dreh

Ziel war es mit diesem Dreh im mystischen Salzburger Wald den dramaturgischen Bogen zwischen den Interviewpassagen zu spannen. Der schwierigste Part am Dreh war eigentlich die Kinder in die richtige Position zu bringen, um die gewünschten Bilder zu bekommen. Es ist nicht so leicht eine solche Meute zu kontrollieren. Zumal es immer wieder ein, zwei Ausreißer gibt, die einfach nicht so wollen, wie du willst.  Mit einer spielerischen Herangehensweise funktionierte es dann aber dann, meistens ohne große Probleme. Für mich war der Dreh mit den Kindern mit Sicherheit der schönste Dreh vom ganzen Film.

Nacht Dreh

Wir hatten sogar einen Nacht Dreh… Wahnsinn! Für unseren Dreh in der Nacht haben wir uns einen ganz speziellen Effekt ausgedacht, und zwar haben wir mit zwei Kameras, die nur 50cm voneinader auf einem gemeinsamen Stativ befestigt waren, gedreht…. Um genau zu sein konnten wir kein Stativ finden, deshalb haben wir einen Ski von Lisa benutzt und die Kameras mit viel Gaffa darauf befestigt. Not macht erfinderisch.
Somit konnten wir nachher im Schnitt alle 2 Frames zwischen den Kameras hin und her schalten, was einen interessanten 3D Effekt erzeugt. Wir haben diesen Effekt dazu benutzt um zusätzliche Spannung und Unruhe in den Film zu bringen.